Ausstellung Pässe

2 Dezember 2018

Ausstellung Pässe

Ausstellung Pässe im Polenmuseum in Rapperswil.

Im Polenmuseum ist die Ausstellung Pässe zu sehen. Das sind Fotos und Dokumente vom  Chaim Eiss (1867-1943), einem in Zürich lebenden Juden.

Das Eiss-Archiv dokumentiert die Rettungsaktionen des damaligen polnischen Botschafters Aleksander Ładoś und seiner Diplomaten sowie die der mit ihnen kooperierenden jüdischen Organisationen im Zweiten Weltkrieg in Bern. Während dieser Aktion wurden ein paar tausend illegal erhaltener Pässe  aus lateinamerikanischen Staaten ausgegeben, die das Leben von Hunderten von Menschen gerettet haben.

Die Sammlung umfasst acht Reisepässe Paraguays, sowie einzigartige Bilder von Personen, die sich um solche Pässe bewarben, eine  Originalliste mit mehreren tausend Namen und Bildern von Juden aus den Ghettos, die auf diese Weise versuchten, sich vor dem Holocaust zu retten sowie eine Reihe von weiteren Dokumenten, einschliesslich der Korrespondenz zwischen polnischen Diplomaten und jüdischen Organisationen. Die Sammlung enthält auch eine persönliche Liste von Kindern aus Warschauer Waisenhäusern.

Die Eiss-Sammlung wurde viele Jahre nach dem Krieg gefunden und gehörte dem Rabbiner Chaim Eiss (1867-1943).

Demnächst kommt das Archiv nach Polen und wird dann im Museum Auschwitz-Birkenau aufbewahrt.

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