Wir stellen klar: Das seit 1870 bestehende Polenmuseum in Rapperswil hat nichts mit dem Hotel Schwanen oder dem Pilecki-Institut zu tun. Dennoch werden wir oft mit ihnen gleichgesetzt. Das Museum wurde nicht aufgelöst. Wir halten das Versprechen, das wir unseren Spendern gegeben haben. Zwei Strassen weiter, am Marktplatz, setzen wir unsere Arbeit fort – wir bauen ein unabhängiges Museum auf, pflegen dessen Tradition und Geschichte und bleiben frei von politischen Einflüssen.
Wenn uns jemand fragt, ob wir vom Ministerium oder der Stadt Rapperswil finanziert würden, reagiert er sehr überrascht auf unsere Antwort, dass wir allein von unseren Freunden finanziert werden. Ist dieser Weg einfach? Nicht wirklich, aber er gibt uns zumindest die Freiheit bei der Auswahl der Themen und Ausstellungen. Wir hoffen, dass Sie diesen Weg weiterhin mit uns gehen werden. Vielen Dank für Ihre Unterstützung. Denken Sie weiterhin an das Polenmuseum in Rapperswil – einen Ort mit einer über 150-jährigen Geschichte der polnischen Präsenz in Europa.
Die Zeit der Steuererklärungen rückt näher. Das ist ein guter Moment, um zu fragen: Wohin fliesst denn das hart verdiente Geld unserer polnischen Landsleute?
In Rapperswil wurde das eigentlich für den Sitz des Museums erworbene Gebäude vom Pilecki-Institut übernommen. Die für das Museum vorgesehenen Räumlichkeiten wurden an zwei Re-
staurants übergeben. Jeden Monat fliesst somit das Geld der polnischen Steuerzahler in die Entwicklung der Gastronomie in Rapperswil.
Heute sehen Passanten, die am Hotel Schwanen vorbeigehen, im Fenster eine riesige Giraffe, die für den Zirkus Knie und die Gaststätte Cou Cou wirbt. Für viele Polen ist der Name des Re-staurants zum Symbol dafür geworden, wie das Museum behandelt worden ist – eine Institution, die von Generationen polnischer Emigranten auf der ganzen Welt und von vielen Schweizern geschaffen worden war.
Ihre Unterstützung zählt.

